|
Die "heiße" 13.
Es wird immer gesagt, die "13" ist eine Unglückszahl. Für unsere Veranstaltung kann ich das aber nicht sagen. Es hat alles geklappt und der Wettergott hat es ziemlich gut mit uns gemeint. Aber der Reihe nach.
Am Donnerstag, den 29. September in der Früh fuhr ich bei bestem Wetter in Richtung Verden. Kurz vor Mittag kamen wir an und im Laufe des frühen Nachmittags trafen auch schon einige Fans ein. Wie jedes Jahr besuchten wir am Nachmittag unser "Stammcafé" in der Innenstadt. Am frühen Abend begann ich mit den ersten Vorbereitungen und irgendwann traf Ingo mit dem Lastwagen und der kompletten Anlage ein. Kurz nach dem Frühstück am Freitag begannen wir mit dem Ausladen und anschließend mit dem Aufbauen. Es verlief alles ohne nennenswerte Probleme. Kurz bevor wir fertig waren, tauchten bereits die ersten Bands auf und sie konnten schon mit dem Soundcheck beginnen. Am Abend übte die Gruppe Echoes from the Past noch einmal einige Titel mit Brian.
Am Samstagvormittag standen die Soundchecks der Nachmittags-Bands an. Kurz vor 14:00 Uhr ging ich dann auf die Bühne und eröffnete die Veranstaltung. Shazam aus Kiel & Lübeck eröffnete den Reigen. Ich hatte den Eindruck, die Band war überrascht von der positiven Reaktion des Publikums. Ja, Leute, gute Bands bekommen eben den Lohn, den sie verdient haben. Später sprachen mich einige Fans an und äußerten sich sehr positiv.Danach folgten die Classic Shadows. Wie der Name schon verrät, spielten sie die Standards der frühen Jahre. Sie wurden mit reichlich Applaus belohnt. Die zweite Zugabe war "Green Onions", ein Titel, den wir in Verden noch nie gehört haben. Hier konnte der Keyboarder endlich sein Können zeigen, die Zuschauer tobten. Danach legte Peter Hinrichs mit "Amorada" nach. Es fetzte nur so. Die Fans waren begeistert.
Peter Ulbricht und ich überreichten Martin de Liefde und Walther Veenstra von der UB Hank Band ein Gemälde von ihrem im Juli verstorbenen Bassgitarristen Hoss van Hardeveld. Dieses von Peter gemalte Bild ist für Hoss' Witwe bestimmt. Dabei musste ich häufiger schlucken.
Danach konnte ich einen Künstler aus "Down Under" ansagen. Wir hatten hin und wieder Fans als Zuschauer von "da unten", aber bisher noch keinen Musiker. Einen Gitarristen mit ähnlicher Darbietungsweise hatten wir schon 2002 & 2003. Allerdings schlug Michael Fix alles in dieser Richtung bisher Gehörte. Er spielte zusammen mit Brian (Harmonika) auch drei Titel, was unwahrscheinlich gut ankam. Später äußerte er sich mir gegenüber begeistert von dem Menschen und Musiker Brian Locking. Nach seinem Superauftritt lud ich Michael auf der Stelle gleich für das nächste Jahr ein.Also,am 6. Oktober 2012 ist er wieder dabei! Während seines Auftritts fielen einige Scheinwerfer auf Grund der Wärme aus. Ich hatte fast während der gesamten Show das Gefühl, wir sind in einer Sauna. So ging es auch den Musikern auf der Bühne.
Zu Beginn der Abendshow gab es ein technisches Problem, die Sendefrequenz meines Mikrofons und eines Gitarrensenders von Echoes from the Past waren gleich. Lösung: ich benutzte währenddessen ein Gesangsmikrofon. Danach begrüßte ich einen Ehrengast, unseren Freund Ladi Geisler aus Hamburg. Er kam zur Bühne und wandte sich kurz ans Publikum. Es war übrigens noch ein weiterer prominenter Gast im Publikum. Der Abend wurde dann mit Echoes from the Past eröffnet. Zwei Mitglieder dieser Formation sind uns seit vielen Jahren gut bekannt, Robin (Leadgitarre) gehört noch zu Guitar Syndicate und Piet (Schlagzeug) gehörte mal zu dieser Band. Sie lieferten ein abwechslungsreiches Programm, fingen mit Burns-Gitarren an. Anschließend spielten sie vier Titel im Stile von Django Reinhardt, Robin benutzte hierzu eine Hodson-Gitarre, wie sie auch Hank Marvin benutzt. Der leichtlockere Stil dieser Lieder hat mir besonders gut gefallen. Bei drei Shadows-Songs übernahm Brian Locking die Bassgitarre. Nach dem erfolgreichen Auftritt dieser belgischen Formation kamen Brian und Martin Nachtweyh auf die Bühne und spielten auf der Mundharmonika den Filmtitel "Born Free" von John Barry. Danach spielte Brian alleine den Songs "The Prayer" von Andrea Bocelli zu Ehren von Hoss van Hardeveld! Es ging mir sehr nahe.
Ja, und danach kam der Hammer! Bewusst von mir so gewählt, da ich die Flingel Bunt am 31. Juli und am 3. September schon erlebt hatte und dabei zu dem Schluss gekommen war: Diese Band gehört ans Ende einer Show. Sie würden die Zuschauer am Einschlafen hindern und sie mitreißen. Und so kam es dann auch. Wie sagt man, das Volk tobte, flippte regelrecht aus. Ove Nielsen ist ein wahnsinnig guter Gitarrist, der auch noch gut Rock 'n' Roll singen kann. Da Ove eine sehr dominante Show abliefert, werden seine Mitspieler etwas in den Hintergrund gerückt,obwohl sie ebenfalls perfekt sind. Dies erzählte mir Christian Dudek einige Tage später, nachdem er sich die Aufzeichnung der einzelnen Intrumente angehört hatte, aber uns fiel es während des Auftritts kaum auf. Christian meinte, der Arne am Schlagzeug sei der bisher beste Schlagzeuger, der bei uns in den 13 Jahren gespielt hat. Natürlich kam die Band ohne eine Zugabe nicht von der Bühne und dies war ein weiterer Fetzer, "C C Rider". Die Fans jubelten.
Geplant war, dass Brian bei vier Titeln wieder mitspielt, aber es wurden dann sechs Songs. Bei zweien sprang er spontan auf die Bühne.
Brian war bei dieser Veranstaltung mit 14 Songs auf der Bühne, ich glaube, so viele hat er noch nie bei uns gespielt.
Alle Musiker kamen zum Schluss zu einem "Familienfoto" wieder auf die Bühne. Wir bauten danach die gesamte Bühne ab und verstauten alles im Laster. Anschließend besuchten wir kurz die Bar. Am Sonntag verabschiedeten sich wieder alle Leute und ich muss sagen, das ist der härteste Teil der Veranstaltung.
In kleiner Runde verbrachten wir bei dem fantastischen Wetter ganz ruhig den Nachmittag draußen in dem sogenannten Biergarten und gingen auch ziemlich früh ins Bett, um dann am Montag- vormittag wieder abzureisen.
Wie schon letztes Jahr haben sich die Musiker bei Ingo, dem Mann am Mischpult, für seine Arbeit bedankt. Bei mir haben sich ebenfalls viele der Zuschauer für den musikalischen Tag bedankt. Fazit: Das Klassenziel ist damit wieder erreicht! (Vielleicht nicht ganz, ein Clubmitglied hat sich beschwert, es wären zu wenige Shadowstitel gewesen.)
Ich möchte mich bedanken für das Gelingen der 13. ShadowsMusicConvention bei Christa Becker, Iris Bohn, Claudia Buchner, Sylvia Ewert, Gerlinde Miez, Gisela Müller, Bernd Axmann, Ulle Bayer, Heinz Becker, Christian Dietzel, Jürgen Dorn, Christian Dudek, Ulrich Erbach, Detlef & Mark Kötter, Martin Nachtweyh, Richard Roos, Tommy Thomsen, Bernd Weber, Kevin Wooten, Gerhard Wüpper sowie Ingo Matzen. Außerdem möchte ich mich herzlichst bedanken bei den Fotografen Christine Dorn, Volker Hartmann und Carsten Ungermann. Nicht zu vergessen ist das stets hilfreiche und freundliche Personal des "Niedersachsenhofs" sowie dessen Chef Gerd Haag!
Herzlichen Dank! Horst
|